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Maxi Breuell: „Profi? Nein! Ich möchte eine erfolgreiche Amateur-Karriere“

Maxi Breuell: „Profi? Nein! Ich möchte eine erfolgreiche Amateur-Karriere“

Hamburger Meister der Herren und Fünfter bei den Norddeutschen Meisterschaften in Strelasund: Maxi Breuell
Hamburger Meister der Herren und Fünfter bei den Norddeutschen Meisterschaften in Strelasund: Maxi Breuell

Bei den Norddeutschen Meisterschaften am Wochenende in Strelasund belegte Maxi Breuell als erfolgreichster Spieler der Treudelberger Blue Boys Platz 5 (152 Schläge; 76/76). Im Interview mit dem Alstertal-Magazin gibt der amtierende Hamburger Meister Einblick in seine anfangs durchwachsene, am Ende aber sehr starke Saison und spricht über seine sportlichen und beruflichen Pläne. Das Interview im Original-Wortlaut:

Alstertal-Magazin: Glückwunsch zu deinem Hamburger Meistertitel. Warst du überrascht, oder war es nur eine Frage der Zeit und du jetzt dran?
Maximilian Breuell: Eine Frage der Zeit war es auf keinem Fall. Ich war wirklich überrascht, vor allem von und nach der ersten Runde ...
... auf der du mit einer 66-Runde den Platzrekord eingestellt hast.
Richtig. Ich wusste, dass ich theoretisch so eine Leistung bringen kann, aber die letzten Monate war ich leistungsmäßig nicht ganz auf dem Stand. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, möglichst frei zu spielen und Spaß zu haben – das lief dann tatsächlich echt sehr gut. Das ganze Turnier über, ehrlich gesagt.
Du sagst, du warst nicht „auf dem Stand“. Woran lag es, an Corona?
Ja, wir kamen Ende März von einer Mannschaftsreise zurück und dann kam direkt der Lockdown. Den ganzen April über konnten wir nicht auf den Platz. Erst Anfang Mai wurde wieder trainiert und ich habe gemerkt, dass ich etwas raus bin. Auch 3-4 Wochen später, als die meisten von uns wieder auf ihrem vorherigen Stand waren, hatte ich den irgendwie nicht erreicht. Ich denke, weil mir das Turniergolf extrem gefehlt hat – nur intern zu spielen, hat mich mental ein wenig fertig gemacht.
Du benötigst also Druck, um gut zu spielen?
Ja, es macht am meisten Spaß, wenn es um etwas geht. Je größer die Herausforderung, desto besser. Wenn es darauf ankommt, kann man leichter das Beste aus sich herausholen.
Was hat dich diesmal so stark gemacht, deine Leichtigkeit vielleicht?
Am Anfang sicherlich, aber nach meiner ersten guten Runde am Samstag, war es am Sonntag, an dem noch zwei Runden gespielt wurden, der Wille, das Ding auf jeden Fall gewinnen zu wollen. Denn so eine Position, dass man bei einem teils sehr starken Teilnehmerfeld führt, hat man nicht so oft. Deswegen habe ich versucht, den Fuß weiter auf dem Gaspedal zu lassen und so zu spielen wie in der ersten Runde.
Dein Vater ist bei Treudelberg Jugendwart. Er hat dich sicherlich schon sehr früh auf den Platz geschickt?
Ist er, aber noch gar nicht so lange, deswegen nein. Ich habe mit 6 -7 Jahren angefangen, mit Kindertraining. Daneben habe ich lange noch andere Sportarten gemacht, hauptsächlich Fußball beim Hummelsbüttler SV. Mit 12 -13 habe ich dann gemerkt, dass man Golf auch sehr gut leistungsmäßig spielen kann und dass es richtig Spaß macht. Wie hatten damals auch eine sehr coole Mannschaft, AK 14, und sind als Team zusammen hochgekommen. Nach und nach habe ich alle anderen Hobbys aufgegeben und mich voll auf das Golfen konzentriert.
Das hat sich ja nun gerade gelohnt. War das dein größter
Erfolg bisher?
Ja, mit Abstand der größte Erfolg im Einzel. Im Team sind wir vergangenes Jahr Hamburger Mannschaftsmeister geworden. Als
Jugendlicher habe ich zusammen mit der AK 16 Mannschaft den Hamburger Titel geholt.
Du bist -0,9 in die Meisterschaft gestartet. Jetzt hast du + 0,2 – dein bestes Handicap?
Nein, das war +0,5. In diese Saison bin ich mit +0,1 gestartet, habe dann über die Monate verteilt nicht so gute Leistungen gebracht. Wir haben viele EDS-Mannschaftsrunden gespielt, da bin ich aber nicht so in diesen Turnierflow gekommen, wie in den zwei Jahren davor. Darunter hat mein HCP gelitten. Durch die beiden sensationell tiefen 66er-Runden war ich wieder auf +0,5 gekommen, jetzt bin ich wieder bei +0,2 gelandet.
Wie sehen denn deine Ziele im Golfsport aus? Könntest du dir vorstellen, als Profi auf die Bahn zu gehen und damit dein Geld zu verdienen?
Nein, ich möchte eine erfolgreiche Amateurkarriere spielen. Für Profigolf hätte ich eher anfangen müssen, eher den Fokus darauflegen. Das hatte bei mir aber nie Priorität. Ich habe einfach unfassbar viel Spaß daran, auf einem hohen Level Golf zu spielen, und bin bereit, sehr, sehr viel Zeit dafür zu investieren. Aber auf einem professionellen Level sehe ich mich dabei nicht.
Was für einen Beruf übst du denn aus?
Aktuell mache ich eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Im Januar nächsten Jahres bin ich fertig und möchte anschließend an der Logistic University studieren.
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei den kommenden Turnieren.

Kai Wehl

Die weiteren Platzierungen der Blue Boys bei den Norddeutschen Meisterschaften in Strelasund: 10. Tom Schmanns, T15 Luca Fischer, T 20 Jan Nebe, T22 Sean Wolinsky, T 33 Kai Zobel, Maxi Deska und Tim Lichtenberg, T42 Armin Ant

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