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Eine schöne Weihnachtsbescherung 2013

Eine schöne Weihnachtsbescherung 2013

Tradition in der Familie ist, Heiligabend morgens über den Golfplatz zu gehen und ein kleines Turnier zu spielen. Da nun das Wetter nicht dem Tag entsprechend angesagt war, beschlossen wir,  9Loch  zu spielen und wählten den C-Platz aus. Es nieselte und wehte mit 9/10 Beaufort aus SW-W. Mein Schwiegersohn, mein Enkel, ein guter Freund und ich  starteten als 4er Spielgruppe, wobei wir zwei Teams bildeten, die gegeneinander antraten. Am 2. Loch lagen mein Freund und ich schon vier Punkte im Rückstand. Am 3.Abschlag habe ich schon mal aus taktischen Gründen zu bedenken gegeben, dass unser Team an den nächsten Löchern eigentlich nur Par oder Birdy spielen. Gesagt, getan, mein Freund lag mit dem 2. Schlag auf dem Grün und lochte ein. Auch auf dem 4. Loch, wo wir beide Par spielten, konnten wir einen wichtigen Punkt holen. Nach vier guten Abschlägen am 5.Loch war nun die spannende Frage, wer liegt mit dem 2. Schlag auf dem Inselgrün. Der erste Ball von meinem Freund wurde vorgelegt, der 2. Schlag unseres Gegners ging zwar auf das Grün, ob der Ball nun auch dort  lag, konnten wir nicht einsehen. Der zweite und dritte Schlag unseres anderen Gegners landete im Wasser. Somit war er raus. Mein zweiter Schlag war ebenfalls mitten auf dem Inselgrün zu sehen, während der Ball meines Partners ebenfalls auf dem Grün landete, aber ins Semirough lief. Wir waren so glücklich über den Spielverlauf, dass ich nur Augen für meinen sensationellen Ball hatte, der nun allein mitten auf dem Grün platziert war. So stellte ich meinen Trolley mitten auf den Weg zum Grün ab und eilte mit dem Putter zu meinem Ball, um ihn mindestens zum Par einzuputten.

Plötzlich ein lautes Lachen und dann ein lautes Rufen von meinem Enkel, der auf dem Weg zurückgeblieben war. Eine starke Böe hatte meinen Trolley in eine rasante Geschwindigkeit versetzt. „Opa, Opa dein Trolley ist gerade über die Steinkante ins Wasser gerollt und schwimmt noch.“  Ich hatte die Bremse nicht eingelegt!

Sofort wurde nun das Rettungsmanöver eingeleitet. Mein Schwiegersohn holte  die Harke aus dem Bunker und damit versuchten wir den noch in horizontaler Lage schwimmenden Trolley an Land zu ziehen. Das war gar nicht so einfach, denn nun bekam der Trolley eine vertikale Lage und ein Schläger nach dem anderen rutschte aus dem Bag und ging auf Tauchtiefe. Nun rollten auch Bälle, Tees und andere Gegenstände aus den offenen Seitentaschen auf den Grund des Wassers. Zum Glück hatte ich meine Haustür- und Autoschlüssel in einer Seitentasche deponiert, deren Reißverschluss ich aber durch eine Eingebung zugezogen hatte. Endlich hatten wir Trolley und Bag sicher an Land gezogen und richteten es senkrecht auf. Wasser lief aus allen Öffnungen und Ritzen und in allen Taschen des Bags stand das Nass. Nun begannen wir, die Schläger einzeln mit der Golfangel aus der Tiefe wieder an Land zu ziehen. Es klappte wundervoll und bald waren fast alle verlorenen Gegenstände wieder aufgetaucht. Nur mein Handy, das sich immer in einem Netz am Trolleygriff befand, war noch nicht wieder aufgetaucht. Nachdem sich die Sicht im Wasser verbessert hatte und Ruhe eingekehrt war, sahen wir es im Wasser metallisch-silbern blinken. Mit Hilfe der Harke wurde auch dieses geborgen und in das nasse Bag verstaut.

Endlich konnten wir nun zu Ende putten, doch statt ein Par zu spielen, gelang mir nur ein Bogey. Kein Wunder nach einer solchen Rettungsaktion.  Selbstverständlich haben wir hier wieder einen Punkt gutgemacht. Trotz des nassen und nun schweren Bags wurde zu Ende gespielt und unser Team hatte mit 3 Punkten  Vorsprung gewonnen. Im Clubhaus wurde dann das Ergebnis kurz und knapp gefeiert und ab ging es nach Hause, denn es war ja Heiligabend und die zweite Bescherung sollte mit der ganzen Familie in Lemsahl gefeiert werden.

Zu guter Letzt möchte ich noch von meinem Handy berichten:

Es ist ein ganz einfaches Nokia Handy, mindestens 6 Jahre alt. Nachdem ich mein nasses Bag ins Auto verfrachtet hatte, bin ich zu unserer Pressluftpistole am Caddy Haus gegangen und habe es 2 Minuten von allen Seiten ausgeblasen. Zu Haus habe ich es dann auf die Heizung gelegt und am 25.12. zusammengebaut und wieder aufgeladen. Seit diesem Zeitpunkt kann ich wieder mit der ganzen Welt per Handy telefonieren.

Nebenbei: Dieses Handy hat im Herbst bereits in meiner Hosentasche einen Waschgang in der Waschmaschine überlebt. Damit steht fest, die Finnen haben schon immer Qualität produziert…

Wolf-Dieter Loff (Spielführer) 

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