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Das Märchen vom „Besserlegen“!

Das Märchen vom „Besserlegen“!

Die wildesten Geschichten tauchen auf unseren Golfanlagen immer wieder im Oktober und April eines Jahres auf. Die einen sagen: „Bei uns darf man im Oktober und April in Wettspielen automatisch „Besserlegen“. Die anderen erweitern diese Aussage noch mit: „Sowohl auf den kurzgemähten Fairways, als auch im zweiten Schnitt (second Cut oder Semirough)“. Was ist richtig? Was ist falsch? Hier kommt die wahre Geschichte zum Thema „Besserlegen“:

Der Zeitraum des Besserlegens dient dazu, unter Anwendung einer Platzregel zum Besserlegen in den Teilen Europas vorgabenwirksamen Bedingungen zu ermöglichen, in denen jährlich wiederkehrend in den Wintermonaten widrige Spielbedingungen existieren.

Der Deutsche Golfverband hat den Zeitraum des Besserlegens auf die Zeit vom 01. November eines Jahres bis zum 30. April des Folgejahres festgesetzt. Es ist für einen Club nicht verpflichtend, diese Platzregel in der fraglichen Zeit einzuführen. Darüber hinaus sollte die Platzregel auch nur für die Zeit in Kraft gesetzt werden, in der sie erforderlich ist. Das heißt, nicht standardmäßig vom 01. November bis zum 30. April.

Geht es zum Beispiel vor allem um schlechte Lagen wegen weichen Bodens oder Wurmhäufchen, ist die Alternative zum „Besserlegen“ eine Platzregel, die nur das Reinigen des Balls und sein anschließendes Zurücklegen an die ursprüngliche Stelle erlauben. Der Mustertext zu dieser Regel kann wie folgt lauten: „Ein auf einer kurz gemähten Fläche im Gelände liegender Ball darf straflos aufgenommen, gereinigt und zurückgelegt werden. Vor dem Aufnehmen muss der Spieler die Lage des Balls kennzeichnen“. In vielen Fällen reicht diese Platzregel für einen fairen Wettkampf.

Was nun die Monate April und Oktober angeht, müssen wir festhalten, dass in dem Zeitraum April bis Ende Oktober der jeweilige Landesgolfverband „Besserlegen“ vor einem Wettspiel zustimmen muss, wenn vorgabenwirksam gespielt wird. Diese Zustimmung kann auch nachträglich eingeholt werden, wenn die Spielleitung „Besserlegen“ kurz vor dem ersten Start festlegt und im Verband niemand erreichbar ist.

Besserlegen bedeutet auch, dass nur kurzgemähte Flächen gemeint sind (Fairway und Vorgrün), und nur dort. In Hindernissen sowieso nicht. Viele verwechseln Besserlegen mit eingebetteter Ball. Diese Situation wird durch Regel 25 abgedeckt und hat mit Besserlegen nichts zu tun.

Thomas Lander (HGV-Spielleiter)

 

Es muss beachtet werden, dass „Besserlegen“ dem Grundprinzip der Golfregeln widerspricht, den Ball zu spielen, wie er liegt. Die wahllose Verwendung, oder Festlegung in den allgemeinen Wettspielbedingungen eines Clubs für bestimmte Monate, muss deshalb vermieden werden.

Fazit: In den Monaten außerhalb des zulässigen Zeitraums für Besserlegen, muss eine Spielleitung in Extremfällen vor Turnierbeginn allen Teilnehmern im deutlichen Aushang das Besserlegen erlauben und sich die Genehmigung beim LGV einholen.

Hier noch einmal ein Mustertext zum Besserlegen. „Ein auf einer kurz gemähten Fläche (= „Fairway“ oder „Vorgrün“) im Gelände (oder einschränken auf eine Fläche wie z. B. „auf dem 6. Loch“) liegender Ball darf straflos aufgenommen und gereinigt werden. Der so aufgenommen Ball muss innerhalb (hier Entfernung angeben: „15 Zentimeter“, max. „ 1 Schlägerlänge“) von seiner ursprünglichen Lage, jedoch nicht näher zum Loch und nicht in einem Hindernis oder auf ein Grün, hingelegt werden.

Ein Spieler darf seinen Ball nur einmal hinlegen, und nachdem der Ball so hingelegt worden war, ist er im Spiel (Regel 20-4). Kommt der hingelegte Ball nicht auf der Stelle zur Ruhe, auf die er gelegt wurde, findet Regel 20-3d Anwendung.

Wenn der Ball auf der Stelle zur Ruhe kommt, auf die er gelegt wurde und sich anschließend bewegt, so ist dies straflos, und er muss gespielt werden, wie er liegt, es sei denn, irgendeine andere Regel findet Anwendung.

Bewegt der Spieler den Ball auf andere Art und Weise und rollt ihn z. B. mit dem Schläger, so zieht er sich einen Strafschlag zu.

Diese Regel kann um die Forderung ergänzt werden, dass der Ball vor dem Besserlegen markiert werden muss.

Alles ganz einfach und klar, oder?

Mit sportlichen Grüßen

Thomas Lander
HGV Spielleiter

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