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Damen, Herren und Ü50: die Schlussworte nach der Saison 2021

Damen, Herren und Ü50: die Schlussworte nach der Saison 2021

Die Nachmittags-Kapitäne 2021 (v. l.): Jörg Krüger, Uwe von Böhl, Susanne Witteschus, Karlo Ulatowski, Birgit Flemig, Regina Mulzer und Doris Koprian. Es fehlt Thomas Grandt
Die Nachmittags-Kapitäne 2021 (v. l.): Jörg Krüger, Uwe von Böhl, Susanne Witteschus, Karlo Ulatowski, Birgit Flemig, Regina Mulzer und Doris Koprian. Es fehlt Thomas Grandt

Die vier Ladies Captains gehen nach nur einer Saison, Nachfolgerinnen sind noch nicht in Sicht. Die beiden Kapitäne der Ü50 übergeben das Ruder nach vier schönen Jahren in die Hände dreier Damen. Und die beiden Men’s Captains werden für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Lesen Sie die Abschlussberichte – und ein Gedicht!

Damen: Die vier Ladies Captains hören nach nur einer Saison auf

Von Regina Mulzer, Doris Koprian, Susanne Witteschus und Birgit Flemig

„Mit deutlicher Verspätung, bedingt durch Corona, konnten wir am 15. Juni die Saison endlich mit einem erfreulich gut besuchten „Ersatz-Eröffnungsturnier“ starten. Leider war die Teilnahme an den folgenden Damennachmittagen, besonders bei den Einzelwettbewerben, nicht so rege wie erhofft, vielleicht auch wegen des neuen Handicap-Systems.

Die Mottoturniere und Highlights wie JAB ANSTOETZ (3-mal Eclectic), die Freundschaftsspiele mit den Damen aus Jersbek und Gut Kaden bei uns auf Treudelberg sowie der Ausflug nach Wulfsmühle wurden dagegen sehr gut angenommen.

Unser alljährliches Schwanenturnier organisierten dankenswerterweise Brigitte Felske und Beate Böttcher mit großem Engagement und gewohnter Routine. Auch hier zeigte sich allerdings, dass ein bisher sehr gefragter „offener Damen-Vierer“ nur wenig angenommen wurde, so dass die Teilnehmerinnenzahl im Vergleich zu den Vorjahren eher niedrig war.

Das von der Firma Jürgen Weiss Immobilien großzügig gesponserte Turnier zum Saisonende unter dem Motto „Damen in Weiss mit Weiss-Immobilien“ konnte bei noch trockenem Herbstwetter ausgetragen werden. Überraschende Sonderwertungen sowie eine anschließende stimmungsvolle Abendveranstaltung bildeten so den gelungenen Abschluss dieser verkürzten Saison.

Wir Captains verabschieden uns jetzt. Für uns war es eine spannende Zeit, in der wir viele Erfahrungen machten und in der nicht immer alles rund lief. Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben, und wünschen unseren Nachfolgerinnen eine gute Saison 2022.“

Es grüßen Eure Ladies Captains 2021
Regina Mulzer, Doris Koprian, Susanne Witteschus, Birgit Flemig

Herren: Men’s Captains für zwei weitere Jahre einstimmig wiedergewählt

Von Uwe von Böhl und Jörg Krüger

„Auch im Jahr zwei der Pandemie konnten wir erst spät in die Saison starten: Am 9. Juni fand der erste Herrennachmittag statt. Dafür war der Saisonabschluss umso schöner, auch wenn wir den am 20. Oktober nur mit einem kleinen, dafür aber feinen Teilnehmerkreis feiern konnten. 

Das Thema „Kleiner Teilnehmerkreis“ war daher auch lebhafte Diskussion der Abendveranstaltung. Werden zu viele RPR-Runden im Club gespielt? Was kann man ändern, um mehr Teilnehmer zu aktivieren? Müssen wir immer nur handicap-relevant spielen oder mehr Spaß-Turniere veranstalten? Könnte die Ausrichtung als gemeinsames 18- und 9-Loch-Turnier für mehr Meldungen sorgen?

Mit 27 Teilnehmern starteten wir jedenfalls an diesem 20. Oktober um 12 Uhr zu einem Scramble-Dreier, der allen Beteiligten bei stürmischem, aber halbwegs gutem Wetter viel Spaß bereitete.

Am Abend wurden neben der Vielzahl der Sieger aus den einzelnen Klassen und Sonderwertungen auch die mit Spannung erwarteten Jahressieger geehrt. Jahres-Netto-Sieger wurde Dr. Rainer Kelpe, das Jahres-Brutto gewann Phillip Müller. Den Gewinnern sagen wir an dieser Stelle noch einmal von der gesamten Herrenrunde „herzlichen Glückwunsch“.

Unser neuer Sponsor Nord-Ostsee-Automobile zeigte sich sehr großzügig und stellte Autos nach Wahl zur Verfügung, die mindestens für ein verlängertes Wochenende genutzt werden dürfen.

Vor dem Abschlussdinner wurden wir nach zweijähriger ehrenamtlicher Tätigkeit im Amt der Men’s Captains bestätigt und machen gern zwei weitere Jahre weiter. Wir danken für das ausgesprochene Vertrauen. Es war bis tief in die Nacht ein rundum gelungener Saisonabschluss.

Nun laufen bereits die Vorbereitungen auf 2022.“

Es grüßen die Men’s Captains
Uwe von Böhl und Jörg Krüger

Damen und Herren Ü50: Die Kapitäne übergeben das Ruder an drei Damen

Von Karlo Ulatowski und Thomas Grandt

„Es stimmt. Kurz gefasst geht so ein Saisonabschluss-Bericht natürlich auch so: Tschüss. Macht's gut. Und - Abgang…

Aber bleiben da nicht immer auch quälende Fragen und eine ernüchternde Leere? Das muss doch so nicht sein, oder? Nähern wir uns also dem Thema Abschied endlich einmal von der tiefgründigen und seriösen Seite. Und wenn wir nach klugen Vorgedanken zu diesem Thema suchen, dann landen wir unausweichlich bei dem herausragenden Denker Roger W.

In seinem grandiosen Hauptwerk "Abschied. Und wie sich das anfühlt" setzt sich der einzigartige Gesangs-Philosoph Roger Whittaker mit dem komplexen Thema auseinander. Die Arbeit an seinem philosophischen Hauptwerk dauert allerdings viele Jahre, weil sie immer wieder durch fröhliche Gesangsdarbietungen und herbei-applaudierte Zugaben unterbrochen und dadurch unnötig in die Länge gezogen wird. Aber Roger W. ist bekanntlich ein beharrlicher und furchtloser Grübler, der sein Ziel trotzdem nie ganz aus den Augen verliert. Fleißig unterschreibt er Autogrammkarten und Plattenverträge - und dabei schreibt er aber auch unablässig weiter an seinem großen Denkwerk… 

Und dann passiert es: Eines schönen Tages rennt er, obenherum halbnackt, vom Haus auf die Straße. Er schreit, glücklich und außer sich, einige Male "heureka!!" und bringt damit den verblüfften Fließverkehr für Stunden zum völligen Erliegen. Endlich hat er die fundamentale Kernthese seines strahlenden Denkwerks gefunden!

Selbst der geneigteste Leser und die geduldigste Leserin fragt sich so langsam: Wohin soll das hier eigentlich alles führen? Hat der sie noch alle? Ist der Schreiber noch auf der Spur, oder hat er inzwischen die Kontrolle über die Buchstaben verloren? Die intellektuellen ZweiflerInnen mäkeln vielleicht, dass der Schreiber das Thema viel zu eindimensional und damit unwissenschaftlich angeht. Ihnen fehlen die relevanten Vergleichsgrößen, wie z.B. Trude Herr ("Nie geht man so ganz") oder Freddy Quinn ("Abschied vom Meer").

Zugegeben, auch diese großen DenkerInnen (und viele andere auch) haben die Welt mit ihren Thesen zum Thema Abschied bereichert, aber keiner konnte es so ergreifend klar und allgemeingültig auf den Punkt bringen wie der Denk-Gigant Roger Whittaker. Ich zitiere mit Hochachtung:

"Abschied ist ein scharfes Schwert, das auch so tief ins Herz dir fährt… Chorus: Ohohohohoho…Ohohohohoho…" 

Denen, die jetzt nicht augenblicklich von erlösender Erkenntnis durchströmt werden, empfehle ich den Zugriff auf Youtube. Dort trägt der Meister höchstpersönlich und überzeugend sein Werk unter die Menschen. Wer aber jetzt beherzt zugreift, hat alles das in der Hand, was man über den Abschied wissen kann.

Sofort lichtet sich der zähe Nebel und ein frischer Wind zerblässt den Staub alter Denkweisen. Das Schwert des Abschieds ist endlich in der Welt! Und es ist ausdrücklich nicht das stumpfe Schwert, das nur mühsam in der Lage wäre, sauber zu trennen. Denn damit klammert sich fast immer auch schlecht Abgetrenntes an das Neue, überwuchert es und erschwert nicht selten den Neuanfang.

Hier aber ist das gute scharfe Schwert gemeint. Rückstandsfrei und ohne Narbenbildung vermag es die Dinge blitzsauber voneinander zu trennen, die nicht mehr zusammengehören oder nicht mehr zusammengehören wollen.

So trennt es z. B. die komplizierte Golf-Saison 2021 und macht Platz für eine aussichtsreichere Saison 2022. Es trennt bei einigen auch die oft enttäuschte Hoffnung, dass es Golf ausschließlich gut mit uns meint. Es trennt gnadenlos die tiefe Zuneigung zum schwer abgetragenen Lieblings-Shirt, damit endlich (wehmutsfrei) neuer Stoff an die Haut kommen kann. Und letztlich trennt es auch Kapitäne von ihrem Amt, damit ein neuer, aufregender Weg frei wird, auf noch unbefahrenen Gewässern.

Apropos unbefahrene Gewässer: Wo bin ich hier eigentlich? Und: Wo wollte ich denn noch mal hin? Nichts, was mir hier im Kleinsten bekannt vorkommt. Jetzt würde sehr wahrscheinlich nur noch ein scharfes Schwert helfen, das endlich den ver(w)irrten Schreiber von seinem Text trennen würde, bevor er sich darin unauffindbar weiter verliert…

Bevor das unausweichlich gleich oder später passieren wird, ergreife ich hastig den Strohhalm, den mir irgendjemand mitleidig zugeworfen hat, um noch schnell das zu sagen:

Wir wünschen unseren Nachfolgerinnen Brigitte Schledt, Marion Mertin und Helke Storjohann ein gutes Händchen für die wunderbaren Damen und Herren der Ü50, einen gut funktionierenden Kompass und natürlich immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

Und wir haben euch allen zu danken, für sehr anregende und unvergessliche vier Jahre!“

Karlo Ulatowski (verantwortlich für Text) und Thomas Grandt

PS. Und nun noch (m)ein Gedicht für Thomas Grandt

 

Zwei Kapitäne gehn von Bord

Eine lange Reise geht zu Ende.
Und zwei alte Kapitäne gehn.
Sie wechseln das gewohnte Gelände,
um dann wehmütig hinaus auf das Meer zu sehn… 

Das gute, starke Schiff, da fährt es: immer Richtung Horizont.
Und es zeigt dem Meer seine eisernen Zähne.
Eine milde Sonne streut letztes Licht: honigblond,
auf das Schiff und auf zwei Kapitäne...

So bleiben die alten Kapitäne lange noch am Ufer stehn.
Und von ihrem Schiff schwebt Musik, bis hin zu den Stränden.
Sie flüstern ein sanftes: Auf Wiedersehn.
Und die Wehmut und das Erinnern - das wird nicht mehr enden.

Es war immer alles so leicht, aber jetzt ist es doch schwer.
Die Kapitäne sind still, und sie denken kein Wort.
Und noch lange sehen sie ihrem Schiff hinterher,
und dann kommen die Tränen. Und dann ist es auch fort…

Und die alten Kapitäne atmen noch einmal tief ein.
Und einer greift nach des anderen Hand.
Es ist gut, wie es ist - (und so soll es auch sein),
und dann gehn sie beruhigt - in den Ruhestand…

Karlo Ulatowski (November 2021)

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